Es fing alles mit den Vorbereitungen am Montag an. Über das Internet hatte ich mir ein Baumwolltuch bestellt, welches mit dem Campers Who Care Bild bedruckt wurde. Dafür brauchte ich dann nur noch ein Gestell zum Aufhängen. Im Keller fand ich alles was ich dafür benötigte. Aus ein paar Holzlatten, Winkeln und Schrauben wurde schnell ein Gerüst an diesem ich mein Banner befestigen konnte. Dazu kam dann noch ein Gestell, auf dem ich mein selbst gebasteltes Poster mit meiner Idee anbrachte. Am Abend wurde dann noch ein Topf Chili sin Carne aufgesetzt, womit meine Ausrüstung für den nächsten Tag komplett war.

Für was also die ganze Vorbereitung. Eine Freundin hatte mir kurzfristig noch die Möglichkeit angeboten, mich und mein Projekt auf den Nachhaltigkeitstagen an der Uni Graz zu präsentieren. Das hatte ich natürlich dankend angenommen. Die Nachhaltigkeitstage der Uni Graz finden seit 2016 jedes Jahr im Sommersemester statt. Ziel der Nachhaltigkeitstage ist die Wissensvermittlung und Bewusstseinsförderung zu Nachhaltigkeitsthemen. Dabei wird jedes Jahr ein anderes Schwerpunktthema fokussiert und dieses Jahr war es die nachhaltige Mobilität, also genau mein Thema. Ein Programmpunkt war eine kleine Mobilitätsmesse, auf der Startups oder junge Unternehmen sich präsentieren konnten. Dort war ich also am Dienstag auch anzutreffen. Leider musste die Messe wegen schlechtem Wetter nach drinnen verlegt werden, trotzdem gab es einige Besucher, denen ich meine Idee vorstellen konnte. Auch mein Chili sin Carne kam sehr gut an, wenn auch nicht bei den Interessenten, sondern bei meinen Austeller Kollegen am Ende der Veranstaltung.

Doch damit war noch nicht genug. Am Abend wurde im Rahmen der Nachhaltigkeitstage ein Startup Spritzer des Ideentriebwerks Graz veranstaltet. Das IdeenTriebwerk Graz ist ein innovativer studentischer Verein, der die Grazer Startup-Szene vernetzt. Sie veranstalten unter anderem jeden Monat einen Startup Spritzer. Bei diesen können Startups ihre Ideen pitchen und sich Feedback einholen, außerdem kann man sich dort mit Investoren, Interessenten oder anderen Startups vernetzen. Auch bei diesem Spritzer ging es um nachhaltige Mobilität und ich durfte dort mein Projekt einmal pitchen. Das ist jedoch gar nicht so einfach. Man bekommt dafür nämlich nur vier Minuten Zeit. Vier Minuten in dem man sich selbst und seine Idee oder sein Startup präsentieren muss. Trotz Vorbereitung war ich natürlich sehr aufgeregt, waren es doch an die 70 Leute im Publikum. Aber ich habe es geschafft, die Aufregung legte sich nach den ersten Worten. Und das Publikum, welches am Ende fragen stellen darf und den Pitch, sowie die Idee oder das Startup bewertet, gab mir ein gutes Feedback. Mein Pitch hat für die meisten gerockt und auch meine Idee kam positiv an. Ich war auf jeden Fall sehr zufrieden. Danach hatte ich noch in gemütlicher Atmosphäre mit Bier und Spritzer einige inspirierende Gespräche mit Interessenten, die auf mich zukamen. Damit ging ein ereignisreicher Tag zu Ende.