Mein Name ist Leonard, aber alle nennen mich einfach nur Leon. Nachdem ich meinen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften in Deutschland beendet hatte, wusste ich erst einmal nicht genau wohin mit mir. Ein Praktikum für die Stadt Kapstadt im Bereich Umwelt und Energiewirtschaft hat mir damals geholfen mich neu zu orientieren. Dies führte dazu, dass ich nach Graz gezogen bin, um dort meinen Master in Umweltsystemwissenschaften mit dem Schwerpunkt in nachhaltig orientierten Management zu absolvieren. Im Zuge dessen habe ich auch meine Masterarbeit über das Thema „nachhaltigen Tourismus“ geschrieben. Seitdem dreht sich mein Leben sehr stark um diese Thematik und es ist ein Traum von mir, etwas dazu beizutragen, den Tourismus nachhaltiger zu gestalten. Daher starte ich hier auch dieses Projekt.

Die Entstehung der Idee

Das Wissen, welches ich während meines Masters und vor allem während der Ausarbeitung meiner Masterarbeit erlangt habe, hat mein Leben ziemlich verändert. Mir ist sehr schnell klar geworden, dass wir im Moment in einer Art und Weise leben, die unser Planet auf Dauer nach und nach zerstört. Eines der vielen Auslöser ist dabei die viel zu hohe CO2 Belastung, welche durch uns Menschen verursacht wird. Dabei muss ich mir leider selbst an die Nase fassen. Denn auch ich habe schon durch mehrere große Reisen dazu beigetragen.

Angefangen hatte alles mit einem längeren Aufethalt in Australien nach meinem Abitur. Spätestens danach hatte mich das Reisefieber gepackt und ich beschloss die ganze Welt zu bereisen. So folgte darauf ein Auslandssemester in Brasilien, welches es mir ermöglichte in Südamerika zu reisen, sowie ein Praktikum in Kapstadt, das ich nutzte, um den Süden Afrikas zu erkunden. Als Nächstes sollten Asien und Nordamerika folgen. Jedoch erlange ich durch mein darauf folgendes Studium, indem ich mich intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzte, die traurige, aber wichtige Erkenntnis, dass das Fliegen eine extrem negative Auswirkung auf unser Klima hat. Doch deswegen das Reisen ganz sein zu lassen, wollte ich natürlich auch nicht. Also begann ich mich nach Alternativen umzuschauen.

Dies führte dazu, dass ich mit Bus und Bahn nach Portugal an die Südküste der Algarve reiste, um dort für einen Monat bei der Entstehung eines nachhaltigen Eco Resort für Touristen mitzuhelfen. Den Weg dorthin würde ich zwar eher als mühselig beschreiben, doch dafür sparte sehr viel CO2 ein und kam dabei auch noch mehr in Kontakt mit freundlichen Mitreisenden.

Die Zeit in diesem Eco Resort brachte mich zum ersten Mal mit dem Thema nachhaltigen Tourismus in Berührung. Ich war begeistert von den Ideen und von der Lebensweise dort. Der Strom kommt aus Solarzellen, das Wasser aus dem eigenen See und das Gemüse aus dem angelegten Garten. Dazu übernachten die Gäste in wunderschön eingerichteten Tipi Zelten inmitten der Natur. Nicht nur ich, sondern auch die Gäste dort liebten die Art und Weise, so Urlaub zu machen. Diese Erfahrung führte dazu, dass ich mehr über das Thema nachhaltigen Tourismus erfahren wollte. Also beschloss ich meine Masterarbeit darüber zu schreiben. Das Ergebnis meiner Arbeit hat mir drei Dinge sehr deutlich gemacht.

  • Der Tourismus hat neben seinen positiven ökonomischen Auswirkungen auch eine Vielzahl an negativen Auswirkungen auf uns Menschen und die Natur.
  • Nachhaltiger Tourismus bzw. nachhaltiges Reisen ist für viele noch ein fremder Begriff und wird daher auch noch viel zu wenig praktiziert.
  • Zusätzlich gibt es für nachhaltigen Tourismus oder nachhaltiges Reisen noch sehr wenige Angebote.

Daher beschloss ich schon während meiner Masterarbeit, dass ich einen Beitrag dazu leisten möchte, genau diese drei Dinge zu verändern.

Doch wieso dann genau diese Idee?

Vor zwei Jahren habe ich mir einen lang ersehnten Traum erfüllt. Ich habe mir einen alten Transporter gekauft und diesen mit meiner Freundin zusammen zu einem gemütlichen Campervan umgebaut. Bei meiner letzten Reise musste ich mir jedoch dann eingestehen, dass das Reisen mit dem Campervan zwar nicht so klimaschädlich ist wie zu fliegen, ich jedoch immer noch mit einem Dieselmotor durch die Natur fahre. Doch jetzt auch noch das Campervan Reisen sein lassen wollte ich auch nicht. Also habe ich mich wieder nach Alternativen umgeschaut. Wie kann ich nachhaltiger mit einem Campervan verreisen? Mit dieser Frage habe ich mich lange beschäftigt (und tue es immer noch). Und aus dieser Frage heraus ist letztendlich Campers Who Care entstanden. Denn mit Campers Who Care möchte ich eine Möglichkeit bieten, nachhaltiger mit einem Campervan zu verreisen. 

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